Fak. 1 - Institut für Bildung, Beruf & Technik - Technik

Gestaltungsansätze und Bedingungsfaktoren erfolgreicher Kooperationen durch Netzwerke in der Berufsorientierung – eine Studie zum Kooperationsmodell „ SCHULEWIRTSCHAFT“
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:Vielfältige Kooperationsprojekte an der Schnittstelle von Bildungs- und Beschäftigungs-system weisen neue Ansätze auf,die eine Förderung der Prozesse beruflicher Orientierung bewirken sollen. Ein frühzeitiges Aufgreifen struktureller, berufswahlrelevanter und bildungsbezogener Entwicklungen intendiert über eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen allgemeinbildenden Schulen und Wirtschaftsunternehmen die Verbesserung der Berufs-orientierung,indem diese Tendenzen abgefedert werden sollen, um der Gefahr einer mangelnden Ausbildungsfähigkeit aktiv begegnen zu können.

Für eine Beurteilung der Frage, inwiefern im vernetzten Zusammenwirken zwischen Schulen und Unternehmen eine Verwirklichung und Umsetzung der für kooperative Netzwerke konstituierenden Basisintentionen untersucht werden kann, ist eine qualifizierte Untersuchung der Zusammenarbeit der Institutionen als relevant einzustufen.
Die Koordinationsleistung von Akteursvernetzungen kann hierbei als geeigneter qualitativer Indikator betrachtet werden, welcher das Leistungspotential von Netzwerken im Bildungs-bereich bedingt. Denn einen erheblichen Einfluss auf diese Koordinationsleistung üben die Beziehungsstrukturen innerhalb vernetzter Organisationen aus.
Diese können im Rahmen der Netzwerkanalyse – worin sich Theorieperspektive und analytisches Instrumentarium gleichzeitig beschreiben lassen – sichtbar gemacht und analysiert werden.

Anhand der empirischen Untersuchung der netzwerkbasierten Kooperation SCHULEWIRTSCHAFT sollen auf Grundlage netzwerk- sowie systemtheoretischer Ansätze wesentliche Merkmale und Erfolgskriterien für Kooperationsverbünde herausgearbeitet werden. Damit sind Faktoren, welche die Qualität der Zusammenarbeit im Netzwerk beschreiben und für die Kooperation zu- oder abträglich sein können, besonders im Fokus.
Hierzu erfolgt eine thematische Anbindung an die Eingrenzung und theoretische sowie empirische Beschreibung des Netzwerk-Phänomens interorganisationaler Kooperationen.

Ziel ist es, ein möglichst tragfähiges Konzept zu entwickeln, um der Zukunftsfähigkeit des regionalen Verbundes SCHULEWIRTSCHAFT im Sinne eines transformativen Potentials in Bezug auf die Berufsorientierung sowie aktuellen und zukünftigen bildungspolitischen Heraus-forderungen durch integrierte Problemlösungen zu begegnen.

Die empirische Untersuchung der Forschungsfragen wird durch ein schwerpunktmäßig qualitatives Forschungsdesign anhand einer explorativen Feldstudie realisiert. Ergänzend wird ein quantitativer Zugang gewählt, wobei durch diese Triangulation keine additive, sondern eine erweiternd-komplementäre empirische Rekonstruktion erzielt werden soll.

In diesem Kontext bildet die Netzwerkanalyse den zentralen, durchgängigen Baustein im Forschungsdesign, die relationale Perspektive als soziologischer Bezugspunkt zur Unter-suchung der „Mechanismen sozialer Integration“ (Hollstein, 2006, S. 11) rückt in den Mittelpunkt des Dissertationsvorhabens.
Im Fokus steht damit das leitende Untersuchungsinteresse, die Kooperationsrealität aus einer netzwerkanalogen Binnen-perspektive heraus beobachten und erfassen zu können.
Im Verlauf des Forschungsprozesses wird ein Transfer der ermittelten Aussagen zum Kooperationsverhalten in einen handlungsleitenden Qualitätsentwicklungsprozess angestrebt.

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:01.09.2017 bis 30.08.2020
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Prof. Dr. Windelband, Lars (Betreuung) [',,']

Frau Prof. Dr.Jana Krüger (Betreuung)

:Das Projekt basiert auf einer Kooperationsvereinbarung zwischen der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd und dem Arbeitgeberverband Südwestmetall - Bezirksgruppe Ostwürttemberg
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Petra Serden 11.12.2017    
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